FAQ

Fragen für Waldbesitzer

Wer kann seinen Wald mit dem Monitoring-Service überwachen?

Der Monitoring-Service richtet sich an Privatwaldbesitzer, Waldpflegevertragskunden und Körperschaften, z.B. Städte und Gemeinden. Es wird keine Mindestfläche an Wald benötigt. Auch kleinparzellierte Wälder können überwacht werden.

Was bringt mir der Monitoring-Service als Waldbesitzer?

Erfahrungsgemäß sparen Sie sich als Waldbesitzer viele Sorgen und eine Menge Zeit und Nerven ein, wenn der Monitoring-Service Sie unterstützt. Durch die Früherkennung können Sie für befallene Bäume oftmals noch einen guten Holzpreis erzielen und gleichzeitig vielen anderen Bäumen das Leben retten! Bei Befall entscheiden Sie übrigens immer selbst, ob und welche Maßnahmen eingeleitet werden. 

Werden auch angrenzende Waldparzellen überwacht?

Aktuell können angrenzende Waldparzellen noch nicht von uns ausgewertet werden. Wir arbeiten allerdings mit Hochdruck daran, die entsprechende Funktion noch in diesem Jahr kostenfrei für Monitoring-Service-Kunden anbieten zu können.

Warum ist der Monitoring Service für meinen Wald noch nicht verfügbar?

Ein Satellitenbild des Sentinel-2-Satelliten entspricht jeweils einer Fläche von etwa 10.000 km2. Der Satellit unterteilt Deutschland somit in einzelne Kacheln der entsprechenden Größe (ähnlich wie bei einem Schachfeld). Aufgrund der hohen Rechenleistung, welche zur Auswertung einer Kachel benötigt wird, ist die Inbetriebnahme einer Neuen erst möglich, wenn in der entsprechenden Fläche eine ausreichend hohe Nachfrage besteht.

Worin unterscheidet sich WALDSTOLZ von Angeboten der Konkurrenz?

Unser Monitoring-Service unterscheidet sich in drei Punkten von Angeboten der Konkurrenz. Er ist …

proaktiv
Nur wenn der Satellit eine kritische Veränderung im Wald feststellt, wird es dem Waldbesitzer aktiv per E-Mail und SMS mitgeteilt. Unsere Kunden müssen nur reagieren und keine Vitalitätskarten oder Satellitenbilder selbst interpretieren. Der Satellit und der Algorithmus sind komplex, das Ergebnis für unseren Kunden ist einfach: eine Warnung mit exakter Position.

kontinuierlich
Alle 5 Tage ein neues Satellitenbild. Das bedeutet alle 5 Tage eine neue Auswertung Ihrer Waldparzelle, solange die Satellitendaten Ihrer Parzelle wolkenfrei sind. Mit mehreren Prozessschritten gewährleisten wir die bestmögliche Ausbeute von Satellitenbildern. 

Schnell und präzise
Bereits einen Tag nachdem der Satellit eine Aufnahme tätigt, bekommt der Waldbesitzer eine Warnung. Unser Algorithmus arbeitet sehr schnell und vollautomatisiert, ebenso wie die Kommunikation zum Waldbesitzer.

An wen kann ich mich bei weiteren Fragen wenden?

Weitere Fragen können Sie gerne per E-Mail an info@waldstolz.de senden. Wir kontaktieren Sie dann so schnell wir können. Über freundliche Rückmeldungen oder konstruktive Anmerkungen freuen wir uns ebenfalls.
Wir möchten unsere Produkte und Services stetig weiterentwickeln, hierzu ist Ihr Feedback sehr wertvoll. 

Preis- und Vertragsfragen

Was kostet der Monitoring Service und wie bezahle ich?

Der Monitoring-Service wird als Jahresabo angeboten. Der Pauschalpreis für eine Fläche von bis zu 4,9 ha beträgt 72€. Jeder weitere, angefangene Hektar kostet zusätzlich 6€. Die Preise sind exklusive Mehrwertsteuer und unabhängig von der Parzellenanzahl. 

Bezahlt wird der Service auf Rechnung. Diese wird Ihnen entweder durch Ihren lokalen Forstpartner oder direkt über WALDSTOLZ gestellt.
Die Kosten können Sie als Ausgabe steuerlich geltend machen.

Welche Flächen sind für die Preisberechnung relevant?

Wir überwachen nur Wald, Sie bezahlen nur Wald. 
Parzellen mit z.B. viel Wiese können dennoch komplett im Formular angegeben werden. Waldstolz überprüft automatisiert, wieviel Wald sich darauf befindet und stellt Ihnen ausschließlich diese Fläche in Rechnung.

Wie kann der Monitoring-Service gekündigt werden und wie lange ist die Kündigungsfrist?

Der Monitoring-Service ist ein zwölf-monatiges Abonnement, welches sich ohne Kündigung automatisch um jeweils zwölf Monate verlängert. Eine Kündigung muss spätestens sechs Wochen vor Ablauf der Vertragslaufzeit in schriftlicher Form erfolgen.

Per Post an: Waldstolz UG, Hohenzollernstr. 19, 70178 Stuttgart
Per E-Mail an: info@waldstolz.de

Detailfragen zum Produkt

In welchen Zeitraum ist der Monitoring-Service aktiv?

Wir überwachen Ihren Wald von April bis Oktober. Damit ist die gesamte Borkenkäfersaison abgedeckt.

Ist der Borkenkäfer noch im Baum, wenn WALDSTOLZ warnt?

Ja, unsere Pilotphase im Jahr 2021 hat bewiesen, dass der Borkenkäfer meistens noch im Baum oder in der nächsten Umgebung ist, wenn die Warnung den Waldbesitzer erreicht.
Nach einer Warnung sollten Sie allerdings schnellstmöglich eine Vor-Ort-Analyse durchführen, um rechtzeitige Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Was erkennt der Monitoring-Service genau?

Der Monitoring-Service erkennt atypische Baumverfärbungen kleiner Baumgruppen (etwa 3 bis 5 Stück). Diese sind bei der Fichte und Tanne häufig ein Zeichen für Borkenkäferbefall. An der Verbesserung der Erkennungsraten sowie der Detektion weiterer Schädlingsursachen wird kontinuierlich gearbeitet. Alle Weiterentwicklungen fließen automatisch in den Monitoring-Service ein.

Technische Fragen

Welche Satelliten werden verwendet?

Die Sentinel-2 Satelliten der europäischen Weltraumorganisation ESA aus dem Programm Copernicus. Das speziell auf Landnutzung abgestimmte Satellitenpaar umkreist auf einer sonnensynchronen Bahn in 786 km Höhe unsere Erde.

Wie regelmäßig überwachen die Satelliten den Wald?

Die Sentinel-2 Satelliten befinden sich alle fünf Tage über derselben Position und fertigen Aufnahmen an. Dies ermöglicht uns die Vitalität Ihrer Bäume alle fünf Tage zu vergleichen. Lediglich sehr schlechtes Wetter und starke Bewölkung kann dazu führen, dass eine Satellitenaufnahme des entsprechenden Tages nicht genutzt werden kann.

Wie wird Befall durch Borkenkäfer erkannt?

Bei Nadelbäumen sind häufig Farbveränderungen der Nadeln ein Hinweis auf Borkenkäferbefall. Alle fünf Tage prüft der Satellit bei freier Sicht Ihr Waldstück und kontrolliert, ob Farbveränderungen vorliegen. Das System wertet mit speziellen Algorithmen dauerhaft neue Satellitendaten aus. 

Unsere Pilotphase im Jahr 2021 hat gezeigt, dass wir kleine Käfernester bereits ab einer Größe von 3 und 5 Bäumen erkennen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Käfer meist noch in den entsprechenden Bäumen oder im nahen Umkreis vorzufinden.

Was ist der Unterschied zwischen Beobachtungen per Drohne und per Satellit?

Um ein Waldstück mit einer Drohne zu überwachen, muss man gezielt an die entsprechende Stelle fahren. Die Drohne muss während des gesamten Zeitraums gesteuert werden. Zwar sind die dadurch entstehenden Aufnahmen sehr aktuell und detailreich, der Aufwand ist jedoch sehr hoch und die Durchführung flächendeckend nicht leistbar. Hinzu kommt, dass Umweltgesetze den Einsatz von Drohnen im Wald häufig verbieten.

Die Sentinel-2-Satelliten der ESA befinden sich stetig auf Ihrer Umlaufbahn um die Erde. Sie fertigen kontinuierlich (alle fünf Tage) und flächendeckend Aufnahmen an, auch ohne WALDSTOLZ. Dadurch, dass die Aufnahmen immer die exakt gleichen Erdabschnitte aus demselben Einfallswinkel abbilden, lassen sie sich automatisiert zudem sehr gut vergleichen. 

Wo werden die entstehenden Daten gespeichert?

Unsere Webportaldaten liegen in einem Rechenzentrum in Nürnberg. Zusätzlich zu den deutschen Datenschutz Regularien ist das Rechenzentrum nach DIN ISO/IEC 27001 zertifiziert.